• slider 001 1
  • slider 001
  • Versuch10
  • Plakat
  • Foto2
Gegen Verdrängung im Chamissokiez — Mieter*innen ein Gesicht geben

Die Open-Air-Ausstellung gegen Verdrängung wurde am 13.11.2018 eröffnet

Redebeitrag einer Bewohnerin, Fidicinstr.42



Bericht einer Bewohnerin, Arndtstr.19



Eselsalptraum mit dem Lied vom Schönen Leben

Hausgemeinschaft Urbanstr.66: Gegen Verdrängung im Kiez

Kaufrausch stoppen —
Vorkaufsrecht umsetzen


Unsere Hausgemeinschaft ist alarmiert. Warum? Unser Haus wurde verkauft. An wen? An ein undurchsichtiges Geflecht von GmbHs, deren Absicht wir zwar nicht kennen, wir uns aber denken können, welches Interesse dahinter verborgen liegt: Der maximale Profit, erzielt durch Luxussanierungen, Mieterhöhungen und möglicherweise die Umwandlung der Mieteinheiten in Eigentumswohnungen.

Wir sind nicht die einzigen Betroffenen. Im Kiez und in der ganzen Stadt explodieren die Mieten und viele Einzelpersonen, Familien, WGs, Kneipen und soziale Einrichtungen werden ausgetrickst, gekündigt, verdrängt. Doch es ist auch wieder Kampfbereitschaft und Solidarität zu spüren. Denn wir wollen den Kaufrausch der Investor*innen nicht mehr hinnehmen. Wir wollen uns mit anderen betroffenen Häusern und Projekten vernetzen und uns gemeinsam stark machen, für eine lebenswerte Stadt für Alle!

Die Uhr tickt. Bis zum 21. November 2018 haben wir Zeit, um den Verkauf an den neuen Käufer abzuwenden. Der Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg hat zugesagt sich für sozial verträgliches Wohnen und eine heterogene Nachbar*innenschaft einzusetzen und sich in unserem Fall für das Vorkaufsrecht stark zu machen. Von diesem Versprechen hängt unser Alltag und unsere Existenz ab!

Wir wenden uns an alle Abgeordneten des Berliner Senats mit der Forderung, die Mieter*innen unserer Stadt vor Verdrängung und Immobilienspekulation zu schützen. Jedes verkaufte Haus an Investor*innen ist eine Niederlage!

Wir wenden uns außerdem an die Käufer unseres Hauses: Unterschätzen Sie niemals das Potenzial einer entschlossenen Hausgemeinschaft. Wir lassen uns nicht einschüchtern. Das ist unser Haus!

Und wir solidarisieren uns mit allen anderen Personen und Projekten, die wie wir von Verdrängung bedroht oder betroffen sind!

Kommt zu unserer Kundgebung am 14.11. um 18 Uhr auf dem Herrmannplatz!

 Kiez statt Profit! Vorkaufsrecht umsetzen!

 Was ist das Vorkaufsrecht?

Das Vorkaufsrecht gilt in sogenannten Milieuschutzgebieten und kann von dem jeweiligen Bezirk geltend gemacht werden, um ein Haus vor dem Verkauf an Immobilienspekulant*innen zu retten. Als neue Vermieterin tritt dann z.B. eine landeseigene Wohnungsbaugesellschaft ein, die u.a. an die mieter*innenfreundlichen Regelungen des Wohnraumversorgungsgesetzes gebunden ist. Auch Genossenschaften oder Stiftungen kommen als Käuferinnen in Frage.

Investoren Urbanstr 66 ist Urban66 Objekt GmbH: dahinter steckt INAURO Real Estate GmbH und BEB Best Estate Berlin GmbH unter anderen.
24.10.2018: Pressemitteilung zur Absage der „Google Campus“-Pläne in Berlin-Kreuzberg

Mit Freude haben wir die — zumindest vorläufige — Absage des Google Konzerns zur Kenntnis genommen, in Berlin-Kreuzberg einen sogenannten „Google Startup Campus“ errichten zu wollen.

Zu dieser Absage sagt Ulrike Schneider, Aktivistin beim Initiativkreis „Google Campus & Co verhindern!“:„Google ist und bleibt ein Scheiß-Konzern, der seine Gewinne mit Überwachung, Ausschnüffelei, Zusammenarbeit mit Militär und Geheimdiensten sowie Steuertricks macht.
Wir werden Google & Co weiter angreifen und gleichzeitig Alternativen zu Google-Produkten breiter bekanntmachen.“
23.10.2018: Aktueller Stand zur Großbeerenstr.17a

Die für den gestrigen Montagabend vereinbarte zweite Gesprächsrunde mit Vertreter_innen der Aachener Siedlungs- und Wohnungsgesellschaft hat nicht stattgefunden. Im Laufe des Wochenendes hatten wir erfahren, dass die Aachener das Gespräch abgesagt hat. Dies wurde am Montagnachmittag bestätigt. Laut Katrin Schmidberger (MdA) will die Aachener Siedlungs- und Wohnungsgesellschaft die Gespräche auf unbestimmte Zeit aussetzen. Die genauen Beweggründe der Aachener für die Absage des Gespräches am Montag sind uns nicht bekannt.

Bei dem Gespräch wollten wir darauf drängen, dass die am 4. Oktober 2018 vereinbarte Verlängerung der Zwischennutzung für eine Wohnung im 1. OG des Hauses in der Großbeerenstraße 17a bis 14. Januar 2019 endlich schriftlich fixiert und unterschrieben wird. Zudem ist die Aachener der ebenfalls am 4. Oktober 2018 vereinbarten Öffnung einer zweiten Wohnung für Initiativen- und Nachbarschaftstreffen sowie für eine Mitte November vorgesehene Kiezversammlung bis heute noch nicht nachgekommen.

Wir senden an dieser Stelle dem soziokulturellen Zentrum HaSi in der Hafenstraße 7 in Halle solidarische Grüße!

Stay hungry!

Hausprojektgruppe G17a
Kundgebung vor der Großbeerenstr.17a — ein kurzer Rückblick vom Sonntagnachmittag, 14.10.

In kurzer Zeit, mit Unterstützung vieler helfender Hände, mit etlichen unterschiedlichen Redebeiträgen zu den verschiedenen stadtpolitischen Brennpunkten und kulturellen und kulinarischen Beiträgen wurde am letzten Sonntag eine längere Kundgebung vor der besetzten Wohnung der Großbeerenstr.17a durchgeführt.
Menschen aus der unmittelbaren Nachbarschaft, aber auch aus anderen Stadtteilen kamen über mehrere Stunden zusammen und gestalteten diesen Nachmittag bunt und informativ.

Dieser Nachmittag war ein Solidaritätsausdruck mit der Besetzung des leerstehenden Wohnraums der Großbeerenstr.17a und zugleich eine weitere öffentliche Sichtbarmachung, wie sehr es in unserer Stadt in vielen Häusern und an vielen Orten brodelt.

Verdrängung und Verwertung überall — Wir setzen auf Vernetzung, Austausch, gemeinsame Organisierung und gemeinsames Handeln!

Unschön war allerdings die massive und andauernde Gängelei durch die Polizei!
Zahlreich vertreten und mit einer eher abschreckenden Präsenz versuchte sie immer wieder den nachbarschaftlichen und friedvollen Charakter der Veranstaltung zu behindern.
Höhepunkt ihres Auftretens war die Verhinderung eines informativen Kiezspaziergangs zum unmittelbar in der Nähe gelegenen Postscheckamt.
Die CG-Gruppe plant dort auf dem Areal die Bebauung von Luxuswohnungen.

Hausprojektgruppe G17a
13.10.2018: Aktueller Stand zur Großbeerenstr.17a

Am 04. Oktober 2018 gab es das erste Gespräch — ein „Vorgespräch“ hat es ja bereits am 10. September, also zwei Tage nach der Besetzung der leerstehenden Wohnungen, gegeben — zwischen Vertreter*innen der Aachener Siedlungs- und Wohnungsgesellschaft mbH (die Aachener) und der Hausprojektgruppe G17a. Wir waren mit sechs Leuten vertreten; anwesend waren auch unser Anwalt sowie drei Politiker*innen (MdB, MdA und BVV), die moderierende und vermittelnde Funktionen hatten.
Pressemitteilung 25.09.2018: Auch Pandion ist kein guter Nachbar

Ein neuer Nachbar hat sich angekündigt. Auf den zwei Grundstücken in der Prinzenstraße, Kreuzberg dort wo über 40 Jahre lang die Firma Robben & Wientjes in ihrem Stammsitz Umzugswagen verliehen hat, will die Pandion AG die Gewerbehöfe „The Shelf" errichten. Im Zuge der Übernahme des Autoverleihers durch die Firma Buchbinder wurden die Grundstücke am Standort Prinzenstraße an Pandion verkauft — mit 1,85 Milliarden Euro

Verkaufsvolumen inzwischen sechstgrößter Immobilienwickler Deutschlands.
19.09.2018: Forderung des Treffens der Nachbarinnen und Nachbarn vor der Großbeerenstr.17a

WIR FORDERN einen Treffpunkt für die Nachbarschaft

zur Vernetzung, zum Austausch und zur Wissensweitergabe über alltägliche Probleme wie:

  • Verdrängung von Mieter*innen aus unserem Kiez
  • Leerstand
  • Luxusneubauten
  • Luxussanierung & Umwandlung in Eigentum
  • Wohnungsnotstand
  • sozialen Wohnungsbau
Aufruf gegen den #Wohngipfel von Seehofer/Merkel

link buttonZusammen gegen #Mietenwahnsinn!
Gemeinsam gegen Spaltung, Verdrängung und Wohnungslosigkeit — bezahlbarer Wohnraum für alle statt mehr Rendite für wenige


Deutschland hat eine Wohnungskrise. Besonders in den Städten schießen die Boden-, Immobi­lien- und Mietpreise in absurde Höhen. Als Folge blüht die Spekulation und die Immobilienvermögen wachsen rasant.

Während abertausende Menschen in der Angst leben, aufgrund von Mietsteigerungen und Kündigungen ihre Wohnungen zu verlieren oder keine geeignete Wohnung zu finden, steigt die Rendite für Wenige. Immer mehr Einkommen geht für die Miete drauf. Lohnsteigerungen werden aufgefressen. Vielerorts ist Wohnen zum Armutsrisiko geworden. Die Wohnungslosigkeit wächst. Oft müssen soziale Träger Menschen mit Betreuungsbedarf abweisen. Diskriminierung und teilweise offener Rassismus erschweren die Wohnungssuche. Unterdessen verliert der Wohnungsmarkt Woche für Woche durch Mieterhöhungen, Wohnungswechsel, Modernisierungen und Kündigungen tausende leistbarer Wohnungen.
17.09. Kaffee und Kuchen vor dem besetzten Haus in der Großbeerenstraße 17a in Kreuzberg

Am vergangenen Sonntagnachmittag luden wir, die Besetzer*innen, die Nachbarschaft vor das Haus der Großbeerenstraße 17a ein.

Viele Anwohner*innen brachten Kaffee und Kuchen mit und zeigten spontan ihre Solidarität mit dem Projekt.
Pressemitteilung 16.09.2018: aktueller Stand zur Großbeerenstr.17a

Am Montag den 10. September 2018 fand im „Kiezraum“ auf dem sog. Dragoner Areal ein etwa einstündiges Vorgespräch zwischen der Hausprojektgruppe und Unterstützern, deren anwaltlicher Vertretung, Herrn Marx von der Aachener Siedlungs- und Wohnungsgesellschaft mbH und zwei Vertreterinnen aus der Bundes- bzw.  Landespolitik statt. Ziel war es die Rahmenbedingungen für die weiteren Gespräche zur zukünftigen Nutzung des Hauses in der Großbeerenstraße 17a festzulegen.