Videodokumentation der Tagung vom 16.06.2018: Die Unsichtbaren sichtbar machen "bauen, bauen, bauen — sozial und kommunal"

Unsichtbar liegen die Wohnungssuchenden unterhalb des Radars der öffentlichen Wahrnehmung. Und die von Wohnungslosigkeit betroffenen Menschen haben keine sie einende Organisation und keine Lobby, um ihre dringenden Bedürfnisse zu artikulieren und den politisch Verantwortlichen Druck zu machen.

Gleichzeitig ist eine Tendenzwelle bei den steigenden Mieten und ein Ende des Wohnungsmangels im leistbaren Mietbereich nicht absehbar, solange die Wohnungspolitik bundesweit und in Berlin keine grundsätzlich andere Ausrichtung erfährt. Auf dieser Tagung wollen wir der Frage nachgehen, wie eine poilitisch und sozial verantwortliche Mieten- und Wohnungspolitik aussehen kann - und zusammen mit Initiativen, Mieter/innen und Vertreter/innen aus Gewerkschaft und Politik diskutieren.

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Dauer 1:05 Std.

Zum Kanal der Reihe "Wohnen in der Krise" mit weiteren Videos
04.04.2018: MASSIV UNERWÜNSCHT — Ich stehe oder wohne im Weg

Videos der Mieter*innen aus der Fidicinstr.

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Millieuschutz

Gut gedacht — rechtlich unwirksam.

Großeinkauf der BOW 1 bis 3 GmbH führt zu unzähligen Entmietungen in Berlin/ Kreuzberg. Sie steht nur beispielhaft für weitere Firmen, die die gleiche Vorgehensweise an den Tag legen. Entmietung durch Modernisierung, mit dem Ziel, die Wohnungen möglichst mieterfrei teuer an neue Eigentümer zu verkaufen. Mittlerweile hat die  Gruppe über 40 Häuser in ganz Berlin gekauft.

Wir fragen VON MENSCH ZU MENSCH:

Hat derjenige, der keine Käufer*in ist, kein Recht auf ein zu Hause?
Begrabt mein Herz am Heinrichplatz

Buchvorstellung

von Sebastian Lotzer, 2017

Eine Reise in 45 Szenen durch die Welt einer untergegangenen Bewegung und erinnerte Bilder an eine sagenumwobene Halbstadt, die es nicht mehr gibt. Die Geschichte wird von den Siegern geschrieben, so heisst es. Doch jene Bewegung, die im Schatten der besetzten Häuser in West-Berlin entstand, hatte nie im Sinn, Geschichte zu schreiben. Sie war sich ihrer Vergänglichkeit ebenso bewusst wie ihrem Unvermögen, an den bestehenden Verhältnissen etwas Grundsätzliches zu ändern. Niemand glaubte mehr an den Strand unter dem Pflaster, die Zürcher Genossen hatten schon vorgegeben, dass Beton nicht brennt, und so wurde Was ist uns geblieben ausser zu kämpfen und zu lieben zum Soundtrack der letzten Revolte.

Vieles hat sich so zugetragen, wie es in den folgenden Zeilen geschildert wird. Etliches ist frei erfunden. Viele Details sind aus naheliegenden Gründen verändert worden. Alle handelnden Personen sind frei erfunden, soweit sie nicht Personen der Zeitgeschichte sind.

bahoe books, ISBN 978-3-903022-62-1, 176 Seiten, € 14,00
Radiosendung von Mixcloud: Wir holen uns den Kiez zurück vom 19.07.2017

Was passiert auf dem Kreuzberger Dragoner-Areal, nachdem die Privatisierung verhindert wurde? Erleben wir nun eine echte Mitbestimmung durch die Leute aus dem Kiez und eine Stadtentwicklung für Alle?

Das Dragoner-Areal hinter dem Kreuzberger Finanzamt am Mehringdamm wird nicht privatisiert. Das Land Berlin erhält das Gelände — doch was passiert dort jetzt? Kann das Gelände tatsächlich ein Versuchsfeld für Planung von unten werden? Wird hier nun alles zu 100% sozial?
Die Gäste unserer Sendung sind rund um das Gelände aktiv und arbeiten an diesem kleinen Stückchen Utopie, dass die betroffenen und beteiligten Nachbar*innen entscheiden, was mit der Fläche passieren soll.


Online nachzuhören unter Mixcloud
Betongold — Wie der Immobilienhype durch mein Wohnzimmer marschierte

Buchvorstellung

von Katrin Rothe, 2017

Nach dem erfolgreichen Film über Verdrängung, für den Katrin Rothe 2014 mit dem Grimme-Preis ausgezeichnet wurde, ist nun das Buch erschienen.

Katrin Rothe erzählt die Geschichte ihrer Entmietung und ihrer Politisierung, als sie bemerkt, dass sie Teil eines großen Verdrängungsprozesses ist, der in vielen Städten stattfindet.
In einem zweiten Teil gibt sie in Glossarform Hinweise und Erklärungen zu wichtigen Schlagworten.

Ein persönlicher Bericht über eines der wichtigsten sozialen Themen in Deutschland: Die Verdrängung zehntausender Mieter aus zentrumsnahen Wohnungen in den Großstädten. Vervollständigt wird der Titel durch einen Beitrag von Andrej Holm, der genaue Einblicke in den aktuellen Wohnungsmarkt liefert und auch Grenzen des Mietrechts aufzeigt.


Hier noch ein Ausschnitt der Buchpremiere, der gleichzeitig Trailer ist.

Ch. Links Verlag, ISBN: 978-3-86153-870-7, 248 Seiten, 18 €
Das ist unser Haus

Buchvorstellung

von Barbara und Kai Sichtermann, 2017

Eine Geschichte der Hausbesetzung

Legal — illegal — scheißegal: Hausbesetzer erzählen die Geschichte des Häuserkampfs

Als die Revolution nicht stattfand, als aus dem fröhlichen Widerstand der Studenten gegen die Pantoffelrepublik ihrer Eltern nichts wurde, schickte sich eine neue Generation an, die Städte mit viel Phantasie „zu erobern“. Das ist ihre Geschichte, in der unter anderen Daniel Cohn-Bendit und Klaus der Geiger zu Wort kommen und viele Beteiligte.

Nicht nur in Berlin, Hamburg, Frankfurt, Köln, Freiburg und Zürich tobte seit den 1970er Jahren der Häuserkampf. Kai Sichtermann, Gründungsmitglied der legendären Band Ton Steine Scherben, war mittendrin. Gemeinsam mit seiner Schwester, der Publizistin Barbara Sichtermann, befragte er nun die wichtigsten Protagonisten von damals. Sie erzählen, wie alles anfing, was die Bewegung bewirkte und welche Kämpfe die Hausbesetzer im Laufe der Jahrzehnte ausgefochten haben.
„Das ist unser Haus“ ist „oral history“, Lese-, Bilder- und Geschichtsbuch über eine Zeit, die angesichts stetig steigender Mieten und Wohnungspreise hochaktuell ist. Wem gehört die Stadt und wie stellen wir uns die Städte der Zukunft vor?

Aufbau Verlag, ISBN 978-3-351-03660-7
Radio-Beitrag zur Kiez-Demo gegen Verdrängung vom 25.02.2017

Radio Aktiv Berlin war vor Ort und dokumentiert in O-Ton-Impressionen von den ermutigenden Protesten.

Am 25. Februar demonstrierten ca. 2500 Menschen gegen Zwangsräumungen in Berlin. Derzeit werden Bündnisse weit über die Wohnunsgmieter*innen hinaus gebildet. So solidarisieren sich räumungsbedrohte Gewerbetreibende wie etwa ein Kreuzberger Buchladen oder eine Bäckerei mit bedrohten sozialen Projekten. In einem anderen Beispiel bilden Mieter*innen zusammen mit Gewerbemieter*innen Aktionsgruppen und drängen den Investor erstmal zum Einlenken.

Link: www.freie-radios.net

"Das ist unser Haus!" — Infofilm über das Mietshäuser Syndikat

von Burkhard Grießenauer, Daniel Kunle u. Holger Lauinger, D-2016, 64 Min

Der Film erläutert das solidarische Modell des Syndikats, mit dem sich auch finanzschwache Gruppen bezahlbare Räume in Gemeineigentum sichern können. Ein Film, der dazu anregen soll, ein Hausprojekt in Eigenregie im Syndikatsverbund zu starten. Der circa 64 Minuten lange Film hat eine CC-Lizenz. Er kann auf der Webseite www.das-ist-unser-haus.de gratis gesehen werden.
Er ist ebenso für nichtkommerzielle, öffentliche Aufführungen freigegeben.

Bei Interesse bitte vorab den geplanten Aufführungstermin per Mail an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! anmelden. Ab Mitte Januar 2017 (nach einigen letzten Ton- u. Farbkorrekturen) werden wir den Film auch zum Download freigeben.

www.das-ist-unser-haus.de 
www.syndikat.org
Dokumentation des stadtpolitischen Hearings vom 02.11.2016

Sich Gehör verschaffen — Mieter_innen besprechen die Berliner Koalitionswilligen

Auf Einladung des Büros für ungewöhnliche Maßnahmen, der Kreuzberger Nachbarschaftsinitiative Bizim Kiez und dem Pankower Mieterprotest beteiligen sich über zwanzig Mieter_innen- und Stadtteilinitiativen am Hearing im Familien- und Nachbarschaftszentrum Wrangelkiez.

Link zur Dokumentation
Die Legende vom Sozialen Wohnungsbau

Buchvorstellung

Andrej Holm, Ulrike Hamann, Sandy Kaltenborn

Die Wohnungsfrage ist zurück im gesellschaftlichen Diskurs. Es ist die Frage nach einer Wohnraumversorgung für diejenigen, die durch einen boomenden Immobilienmarkt nichts gewinnen. Dazu gehören in Zukunft auch die Menschen, die bei uns heute Zuflucht suchen. Politik, Wirtschaft sowie verschiedene zivilgesellschaftliche Akteure fordern vor diesem Hintergrund ein Mehr an Sozialem Wohnungsbau.
Doch taugt das Fördersystem des Sozialen Wohnungsbaus dazu, langfristig niedrige Mieten zu garantieren?
Dieses Heft räumt mit Missverständnissen auf und erklärt, warum der Soziale Wohnungsbau in seiner bundesdeutschen und Westberliner Ausprägung eine Legende ist: Statt einer nachhaltigen Wohnraumversorgung für einkommensschwache Haushalte ging es bisher vor allem um Wirtschaftsförderung und private Eigentumsbildung. Grund genug, sich mit dem Prinzip des Sozialen Wohnungsbaus auseinanderzusetzen.


Erscheinungsdatum: 31. August 2016

Berliner Hefte zu Geschichte und Gegenwart der Stadt, ISBN: 978-3-946674-01-6

Die Stadt als Beute

Dokumentarfilm von Andreas Wilcke, 2016

Als Insel zwischen zwei Systemen entzog sich Berlin lange den Begehrlichkeiten des Marktes. In verschiedensten Kiezen schien es für jeden eine Nische zu geben. Damit ist jetzt Schluss: Berlin soll Megacity werden.
Von London bis New York gilt Berlin plötzlich als “the place to be“. Das weckt Begehrlichkeiten. Jeder will hier wohnen und viele wollen sich hier eine Wohnung kaufen, die — verglichen mit „zu Hause“ — spottbillig ist. Ehemaliger staatlicher Wohnungs-bestand wird privatisiert und Mietwohnungen werden zu Eigentum. Welten prallen aufeinander und Paralleluniversen tun sich auf.

Vier Jahre lang hat Andreas Wilcke diesen Prozess dokumentiert und Makler, Investoren, Kaufinteressenten und betroffene Mieter interviewt und begleitet. Der Zuschauer erlebt hautnah, wie eine Stadt quasi im Zeitraffertempo umgekrempelt wird und welche Dynamik die Erschließung der Ressource “Wohnraum in Berlin” angenommen hat.

Alle Informationen zum Film und zu den Vorführungsterminen unter: www.diestadtalsbeute.com