Mi 13.11. um 19 Uhr

nächstes Treffen der AG: Wohnen heißt Bleiben — Eigenbedarf kennt keine Kündigung!

Ort: im Mehrgenerationenhaus, EG, Gneisenaustr.12 (U-Bahn Mehringdamm), Kreuzberg
Es lohnt sich!

Wir sammeln und dokumentieren hier Eigenbedarfskündigungen, die zugunsten der Mieter*innen abgewendet werden konnten. Schreibt uns, wenn ihr eure abgewendete Eigenbedarfskündigung veröffentlichen möchtet.
Es lohnt sich!

Eigenbedarf kennt keine Kündigung! Unser Eigenbedarf als Mieter*innen steht an 1. Stelle.


Das dachten sich auch die MieterInnen, die nur ein Jahr nach Einzug in ihre Wohnung aufgefordert wurden sich um eine andere Wohnung zu bemühen, da plötzlich Baumaßnahmen anstanden.
Als die beiden dies zurückwiesen, folgte kurze Zeit später eine Eigenbedarfskündigung.

Die Tochter Laura, wohnhaft in Italien, beansprucht angeblich die Wohnung für gelegentliche Berlin-Aufenthalte.
Der Vater Wolfgang Schröder ─ ein stadtweit bekannter Immobilienbesitzer ─ der schon 2013 einer Familie in Neukölln kündigte, behauptete dies zumindest.
Die MieterInnen ließen sich nicht einschüchtern, holten sich Hilfe beim "Bündnis Zwangsräumung verhindern" und wehrten sich bis vors Gericht.

Niemand glaubte wirklich, dass hier Eigenbedarf vorlag. Eher wollte Herr Schröder, wie aktuell viele andere Hausbesitzer*innen, das "Schweizer Taschenmesser Eigenbedarfskündigung" zum Vorteil seiner eigenen Bereicherung nutzen.

Anfang August 2019

Einen Tag vor Prozessbeginn zog der Eigentümer die Klage zurück.
Er glaubte wohl selbst nicht mehr, dass man seiner Logik folgen würde. Außerdem drohte ihm im Falle einer Niederlage vor Gericht ein Verfahren wegen Prozessbetrugs.

Es lohnt sich, sich nicht einschüchtern zu lassen, Hilfe und Erfahrungen anderer zu suchen und gemeinsam für unser Grundrecht auf Wohnen zu kämpfen.

Wir bleiben Alle!