Geschichtspolitischer Adventskalender — Fontanepromenade 15

In loser Folge wird der zeitliche Aktionsrahmen von November 2016 bis heute, 14.12.2018, erzählt.

Es begab sich zu einer Zeit als die Nächte wieder länger wurden...

Zwei Jahre zuvor — die Berliner Wahlen waren gerade abgehalten, die Regierenden in Land und in den Bezirken noch nicht in Amt und Würden — machte sich in Kreuzberg eine Stadtteilinitiative auf den Weg die Geschichte des Spekulationsobjekt Fontanepromande15 aufzuzeigen.

Schickaneprommenade ab 1938
Die „Zentrale Dienststelle für Juden“ war eingerichtet an der Schnittstelle zwischen Zwangsarbeit und Vernichtung für Jüdinnen und Juden und die auf Grund ihrer Zuschreibung der Nazis als jüdisch galten. Sie mussten sich melden und wurden „zum geschlossenen Arbeitseinsatz" ab 1938 bis 1945 verpflichtet.
Der Ort war die Fontanepromenade 15 in Kreuzberg — nahe der heutigen U-Bahn Südstern.
Seit 1931 wurde das Arbeitsamt Berlin-Süd und ab Ende 1938 als Zentraler Dienst für Juden des Berliner Arbeitsamtes der "geschlossene Arbeitseinsatz" organisiert.

Mit dem Datum 14. Dezember 2017 verbindet sich der Beschluss des Berliner Abgeordnetenhauses und einen Haushaltstitel für den „Gedenkort Fontanepromande15“ für 2018/2019 wo 50 000 Euro jeweils für die beiden Jahre eingestellt worden waren. Die politsche Arbeit und das umfassende Konzept des mittlerweile gegründenten Vereins "Gedenkort Fontanepromenade 15 e.V." überzeugte die Regierungsfraktionen im Abgeordnetenhaus im Sommer 2017.

Was und wie es danach weiterging … welche Adventstürchen auf und zu bleiben wird hier in loser Folge bis zum „Lichterfest“ erzählt.
Schaut vorbei.

Erste Folge — Wie alles anfing „Sofortiger Baustopp“