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Wir — die Stadtteilinitiative WEM GEHÖRT KREUZBERG — möchten gerne die Karte der Verdrängungsprozesse für "61" aktualisieren: viele Mietshäuser haben nicht nur die Abgeschlossenheitserklärung, sondern sind mittlerweile in Eigentumswohnungen umgewandelt. Kündigungen wegen 'Eigenbedarf' haben Hochkonjunktur. Ferienwohnungen in lukratives möbliertes, zeitlich befristetes Wohnen übertragen. Kleingewerbetreibende verdrängt...
Schaut doch mal in der Karte nach, ob in euren Häusern Daten aktualisiert werden sollten oder ob euer Haus überhaupt schon auf der Karte ist.
Diskussionsveranstaltung am 31.08. — eine kurze Zusammenfassung

Das Kiezbündnis am Kreuzberg und die Stadtteilinitiative WEM GEHÖRT KREUZBERG luden im Rahmen der Kreuzberger Kiezwoche am 31.08. zu der Diskussionsveranstaltung „Initiativen im Widerstand gegen Verdrängungen und für den Erhalt nachbarschaftlicher Kieze“ ein.

Erstaunlich war, dass alle an dieser Veranstaltung Beteiligte in aktiven Initiativen engagiert waren.

Anwesend waren Menschen aus den beiden einladenden Initiativen, aus der Heimstaden-Vernetzung, der Mieter*innengewerkschaft, der Nachbarschaftsinitiative GloReiche, der Hasenheide-Vernetzung, der Initiative Herrmannplatz, der Nachbarschafts-AG der Möckernkiezgenoss*innenschaft, des Bündnis Zwangsräumungen verhindern, der Kiezaktivgruppe Bockbrauerei, der Initiative Wem Gehört der Lasker-Kiez, Runder Tisch Gentrifizierung Moabit.

Nach einer kurzen Vorstellungsrunde gaben einige Initiativen einen kurzen Input zu ihrer Arbeit.

Es wurden inhaltliche Fragen für die Diskussion gesammelt.
Da ja Alle im Raum praktisch mit den vielen Gesichtern der Verdrängung konfrontiert und organisiert waren, drehten sich diese Fragen weniger um analytische, sondern eher um  handlungsfördernde und strategische Gesichtspunkte.

Diskutiert wurde über die alltagspraktischen Hindernisse der jeweiligen Initiativenarbeit, aber auch über aktive Ansätze, die zumindest eine größere „erfolgreichere“ Sichtbarkeit und Stärke herstellen.
Ein weiterer Schwerpunkt der Diskussion war die Erkenntnis der unbedingten Notwendigkeit einer Vernetzung und der Bündnisarbeit unserer Aktivitäten.
Mietenpolitische Organisierung stößt auf starke vielfältige Strukturen, die anzugehen nur über eine eigene, solidarische, breit aufgestellte Initiativenarbeit geht.
Strittig waren an dem Abend einzelne Einwürfe, dass diese Arbeit nur mit Einbindung der „Politik“, bzw. der Eigentümer*innen gehen kann.

Insgesamt — wie immer, wenn viele Menschen von ihrer Initiativen-Arbeit reden — war leider zu wenig Raum, eine intensivere Diskussion einzugehen.
Zwar müssen wir nicht mehr über die ökonomischen,  strukturellen, gesellschaftlichen Ursachen dieses Mietenwahnsinns reden.
Uns war Allen bewusst, was passiert.
Die Frage ist, wie wir diesen Wahnsinn stoppen können, wir andere mietenpolitische Verhältnisse erreichen können.

Der Wunsch nach einer Fortführung dieser Diskussion wurde mehrfach geäußert, so dass wir uns vorstellen können, im Rahmen einer Kiezversammlung diesen Wunsch demnächst umzusetzen.

Bis denn und heraus auf die Straße am 11.09. zur #Mietenwahnsinn-Demo

Kiezbündnis am Kreuzberg
WEM GEHÖRT KREUZBERG