31.08. - 07.09. Veranstaltungsreihe Gedenkort Fontanepromenade 15

Do 31.08. um 19:30 Uhr Lied-Programm "Klage nicht... ...wenn dir ein Becher in Scherben bricht; Hast ja noch alle die anderen."

Vertont und gesungen von Zhenja Oks (Odessa, Potsdam, Berlin) mit Texten der vergessenen Dichterin Gertrud Kolmar — 1894 in Berlin geboren, im Juli 1941 zur Zwangsarbeit verpflichtet,1943 in Auschwitz ermordet.
Sowie Else Lasker-Schüler — 1939 Exil in Palestina und Mascha Kaléko, 1938 emigriert in die USA.
Beide Frauen lebten und arbeiteten länger in Berlin.

Im Rahmen der Ausstellung: Letters of Stone

Ort: Friedrichshain-Kreuzberg Museum, Adalbertstraße 95A, Kreuzberg (U-Bahn Kottbusser Tor)

In Koopertion mit dem Museum FHXB

Flyer zur Veranstaltung
Kultursenator Lederer fordert den Gedenkort Fontanepromenmade 15?

Und Lederer sprach gleich neue Aufgaben an: Aufarbeitung der Geschichte der Berliner Fontanepromenade, wo das jüdische Arbeitsamt war, und des Flughafens Tempelhof. "Es ist nach wie vor viel zu tun, wir machen weiter und werden die Arbeit absichern". (Jüdische Allgemeine 13.07.2017)

Lederers Rede am 05.07.2017 auf der Veranstaltung anlässlich 30 Jahre "Topograpfie des Terrors" nahm er es zusmindet auf die Agenda
Was wäre wenn jetzt seien Worten Taten folgen würden?
Gibt er das Geld ab 1. Oktober 2017 für das Gedenkprojekt "Fontanepromenade 15" in unseren konzeptionellen Vorstellungen?

Die gesamte Rede kann unter diesem Link nachgelesen werden: ES GILT DAS GESPROCHENE WORT!
08.06.2017 Pressemitteilung: Integriertes Gedenkort-Konzept Fontanepromenade 15 und Aufruf an Senat vorgestellt

Die Initiative „Gedenkort Fontanepromende 15“ stellte am Dienstag, 6. Juni 2017, im Nachbarschaftshaus Urbanstrasse unweit des authentischen Ortes, der ehemaligen „Zentralen Dienststelle für Juden beim Berliner Arbeitsamt“ in der Fontanepromenade 15 ihr Gedenkort-Konzept der Öffentlichkeit vor.

Das von Historikern und geschichts- und erinnerungspolitischen Initiativen erstellte integrierende Konzept umfasst einen Begegnungs- und Kommunikationsort für Ausstellungen, Lesungen, Diskussionen, ein Erzählcafé sowie Raum für thematische Forschung. Zeitzeugen-Videos, historische Dokumentation dieses Ortes der massiven Verfolgung von Jüdinnen und Juden durch Vermittlung in Zwangsarbeit und Exkursionen zu Orten der Zwangsarbeit runden das Bildungskonzept ab.
Gedenkort ja — Senatsfinanzierung nicht vorgesehen!

Plakat Einladung 06 06 2017
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26.05.2017 Presseinformation: Kultursenat unterstützt Gedenkort-Konzept Fontanepromenade 15 für das ehem. jüdische Arbeitsamt (1938-1943) in Berlin-Kreuzberg

Das Fachreferat des Senators für Kultur und Europa begrüßt das inhaltliche Konzept der Initiative Gedenkort Fontanepromenade 15 und sieht es als einen potentiellen Baustein, der im Koalitionsvertrag vereinbarten Schaffung einer “Stiftung für Zwangsarbeit“.

Das ergab ein Expertengespräch am 22.05.2017 in der Berliner Senatsverwaltung für Kultur und Europa in Berlin-Mitte, wo die Initiative ihr integriertes stadträumliches, pädagogischwissenschaftliches und künstlerisches Konzept für einen Informations-, Forschungs- und Begegnungsort dem Senat vorstellte.

Die Konzeption umfasst einen Begegnungs- und Kommunikationsort für Ausstellungen, Lesungen, Diskussionen, ein Erzählcafé sowie Raum für thematische Forschung. Zeitzeugen-Videos, historische Dokumentation dieses Ortes der massiven Verfolgung von Jüdinnen und Juden durch Vermittlung in Zwangsarbeit, Exkursionen zu Orten der Zwangsarbeit runden das Bildungskonzept ab.
Offizielles Schweigen zum Gedenkort Fontanepromenade 15

Am 26.08.2016 hat das Bezirksamt Friedrichshain-Kreuzberg der "Fontanepromenade 15 GbR“ eine Baugenehmigung für den Umbau der Fontanepromenade 15 in Wohn- und Büroräume erteilt.

In der Fontanepromenade 15 befand sich von Dezember 1938 bis 1943/ 1945 die "Zentrale Dienststelle für Juden" des Berliner Arbeitsamtes. Von hier aus wurden Juden zur Zwangsarbeit deportiert.

In einem Offenen Brief hat die Stadtteilinitiative WEM GEHÖRT KREUZBERG das Bezirksamt Friedrichshain-Kreuzberg am 14.11.2016 aufgefordert, die Baugenehmigung zurückzunehmen und die Baumaßnahmen zu stoppen (Siehe: http://www.wem-gehoert-kreuzberg.de/index.php/gedenkort-fontanepromenade-15/1015-offener-brief-zum-baubeginn-in-der-fontanepromenade-15). Auf diesen Brief haben wir bis heute keine Antwort erhalten.

Der Bezirk wie auch das Land Berlin haben es jahrelang versäumt, das Haus Fontanepromenade 15 wieder in die öffentliche Hand zu überführen oder einem gemeinnützigen Träger zu überlassen und dafür zu sorgen, dass ein würdiger Umgang mit der Geschichte dieses Ortes, den die Betroffenen in der NS-Zeit „Schikanepromenade“ genannt haben, gepflegt werden kann.

Wir begrüßen es, dass die Initiative „Gedenkort Fontanepromenade 15“ entstanden ist, die sich die Durchsetzung eines würdigen erinnerungs- und gedenkpolitischen Umgangs mit diesem Ort zum Ziel gesetzt hat. Der neue Eigentümer der Fontanepromenade 15 hat im Gespräch mit der Initiative das Angebot gemacht, nach dem Umbau des Hauses einen „Gedenk-Raum“ zu einer „ortsüblichen“ Miete zur Verfügung zu stellen.

WEM GEHÖRT KREUZBERG fordert den Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg und das Land Berlin auf, dieses Angebot anzunehmen und einen Vertrag mit dem Eigentümer abzuschließen sowie Trägerschaft und Miete für den „Gedenk-Raum“ zu übernehmen.

Orte wie die „Schikanepromenade“ dürfen privaten Interessen nicht zum Opfer fallen und so dem Gedenken und Erinnern entzogen werden!
Die öffentliche Hand ist in der Verantwortung, diese Orte zu erhalten!
Wir verlangen vom rot-rot-grünen Senat und vom Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg, dass sie sich der „Politik des Vergessens“, nach der bereits zahlreiche historische Gebäude in Berlin durch Privatisierung der Auseinandersetzung mit der Vergangenheit entzogen worden sind, deutlich entgegenstellen!


Stadtteilinitiative WEM GEHÖRT KREUZBERG — März 2017
17.01.2017: Stellungnahme des Vernetzungstreffen der Nachbarschafts- und Stadtteilinitiativen in Kreuzberg 61

Der Offene Brief der Stadtteilinitiative WEM GEHÖRT KREUZBERG (WgK) vom 14.11.2016 forderte einen sofortigen Baustopp für die Fontanepromenade 15, um für diesen historischen Ort, der „Zentralen Dienststelle für Juden“, „einen würdigen und geschichtsbewußten Umgang“ zu ermöglichen.

Mit Empörung nahmen wir auf dem heutigen Vernetzungstreffen zur Kenntnis, dass weder auf den Offenen Brief von WgK noch auf den Offenen Brief der Zeitzeugin und Betroffenen Frau Inge Deutschkron vom 29.12.2016 an die politisch Verantwortlichen auf Bezirks- und Landesebene öffentlich Stellung genommen wurde.

Wir unterstützen inhaltlich die beiden Offenen Briefe und fordern eine öffentliche Positionierung der politisch Verantwortlichen.
29.12.2016 Kurzes Statement von Wolf Gruner

Wolf Gruner, der an der USC (University of Southern Carlifonia) in Los Angeles lehrt und ausgewiesener Experte zum Thema „Geschlossener Arbeitseinsatz“ ist, schreibt in einer Email an die Initiative Gedenkort Fontanepromenade 15:

... Ich finde es aber mehr als angemessen, dass dies die „Schikanepromenade“ ein Gedenkort werden soll. Grossen Dank fuer die Initiative an alle Mitglieder...

Wolf Gruner

PS: man koennte daran denken, in eine kuenftige Ausstellung, clips aus Videointerviews der USC Shoah Foundation einzubauen.

Rezensionen:
Wolf Gruner: Der Geschlossene Arbeitseinsatz deutscher Juden. Zur Zwangsarbeit als Element der Verfolgung 1938-1943. Berlin, 1997.
WerkstattGeschichte

Wolf Gruner: Zwangsarbeit und Verfolgung. Österreichische Juden im NS-Staat 1938-45.
Innsbruck-Wien-München, 2001.
hsozkult
29.12.2016 Offener Brief von Inge Deutschkron

Offener Brief ID 29 12 2016
















































Anm.: Inge Deutschkron ist Zeitzeugin der Maßnahmen des "Jüdischen Arbeitsamtes" in der Fontanepormenade 15 in Berlin-Kreuzberg

zum Download
Initiative Gedenkort Fontanepromenade 15 gegründet

  • Offener Brief von der Stadtteilinitiative WEM GEHÖRT KREUZBERG, der zur Gründung der Initiative Gedenkort Fontanepromenade 15 führte
  • Initiative Gedenkort Fontanepromenade 15 fordert Baustop um Gedenkort zu verwirklichen!
  • Bezirkliche Gedenktafelkommission (GTK) empfiehlt: Gedenken ja — aber keine „museale Gedenkstätte“ aus dem Protokoll vom 05.11.2015, Top 6:

    Herr Körner berichtete, dass das Gebäude der sogenannten Zentralen Dienststelle für Juden zum Verkauf stehe. Derzeit gebe es noch keinen neuen Besitzer. Die Gedenktafelkommission verweist auf ihre Empfehlung von vor zwei Jahren, hier keine weitere museale Gedenkstätte anzustreben, sondern es bei der vorhandenen Gedenkstele zu belassen.
  • Bezirkliche SPD fordert: Gedenken sicher stellen — Fontanepromenade
SPD-Antrag: DS/1954/IV im Wortlaut:
Das Bezirksamt wird aufgefordert, dafür zu sorgen, dass das Gedenken auch nach der Nutzungsänderung in der Fontanepromenade 15 sicher gestellt ist. Begründung: Zwischen 1938 und 1945 residierte die vom Berliner Arbeitsamt eingerichtete ‚Zentrale Dienststelle für Juden‘ in der Fontanepromenade 15, eine Behörde zur Vermittlung von Zwangsarbeitern an 260 Betriebe. Rund 26 000 Jüdinnen und Juden wurden hier zur Schwerstarbeit vermittelt – in Abstimmung mit der Gestapo, die mit darüber entschied, wer wann deportiert wurde, damit die Produktion, etwa in den Rüstungsbetrieben, nicht litt. Angst, Leid und demütigende Behandlungen kennzeichnen diesen Ort. Das Haus und seine Geschichte dürfen nicht in Vergessenheit geraten. Link zum Antrag

Für Alle, die sich mit dem Thema auch auf facebook auf dem Laufenden halten wollen
08.12.2016: Berlin GEDENKEN: Gedenkort Fontanepromenade 15

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