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Wir — die Stadtteilinitiative WEM GEHÖRT KREUZBERG — möchten gerne die Karte der Verdrängungsprozesse für "61" aktualisieren: viele Mietshäuser haben nicht nur die Abgeschlossenheitserklärung, sondern sind mittlerweile in Eigentumswohnungen umgewandelt. Kündigungen wegen 'Eigenbedarf' haben Hochkonjunktur. Ferienwohnungen in lukratives möbliertes, zeitlich befristetes Wohnen übertragen. Kleingewerbetreibende verdrängt...
Schaut doch mal in der Karte nach, ob in euren Häusern Daten aktualisiert werden sollten oder ob euer Haus überhaupt schon auf der Karte ist.
Update vom 15.04. um 9:30 Uhr: das Bundesverfassungsgericht hat den Mietendeckel gekippt!

BUNDESDECKEL JETZT!


Mietenstopp überall!

Das BVerfG verkündet am Donnerstag  (15.04.21) früh sein Urteil über den Berliner Mietendeckel, ohne Anhörung. Der Mietendeckel ist zwingend notwenig gegen die rasant gestiegenen Mieten in der Stadt, auch wenn viele Ausnahmen darin formuliert sind. Hauptsächlich CDU, FDP und die Immobilienlobby haben den Mietendeckel auf allen Ebenen angegriffen.
Bringen wir unsere Wut auf die Straße!

Kommt zur angemeldeten Spontan-Demo 18 Uhr zum Hermannplatz. Bringt (Topf-)Deckel mit! 

Wenn sie uns einen Deckel nehmen, kommen wir mit tausenden Deckeln wieder!


PM vom 15.04.2021 zum gekippten Mietendeckel

Die Hasenheide ist jetzt Spekulationsgebiet!

Die laute, dauerbefahrene, vierspurige Straße, die eher nicht zum Flanieren einlädt und abends gerne für PS starkes Schaufahren genutzt wird, ist ins Visier der Spekulanten geraten. Auf dem kurzen Straßenabschnitt zwischen Südstern und Eingang Volkspark Hasenheide sind in kurzer Zeit gleich mehrere Hinweise für die akute Bedrohung des sozialen Erhaltungsgebiets augenfällig.

2021 04 12 Hasenheide Häuser

Je nach Straßenseite gehört die Hasenheide zu Neukölln oder Friedrichshain-Kreuzberg. Deshalb müssen die Verwaltungen jetzt bezirksübergreifend handeln.

  1. Für die Hasenheide 50, hat der Bezirk im letzten Moment eine Abwendungsvereinbarung erwirkt. 46 Wohnungen hätte eine „Revitalisierung durch Dach- und Loftausbauten“ erwartet. So stellt der Käufer Christian Winkler, Winegg BER Realitäten GmbH seine Bauvorhaben explizit für erworbene Gründerzeitbauten dar. Er könne „Premiumlagen finden und überall Luxus bieten“, in denen „im Kern stets eine langfristige Wertsteigerung steckt“(ebda).
    Winkler war bis 2019 Geschäftsführer von Covivio Hathor, Teil von Berlins viertgrößtem Immobilienkonsortium, dessen gnadenlose Renditeorientierung durch Umwandlung von insgesamt 1.113 Wohnungen in Eigentumswohnungen in Milieuschutzgebieten jüngst in einer Kleinen Anfrage in der BVV durch die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen bestätigt wurde. Die erste Erleichterung der Bewohner*innen der Hasenheide 50 verblasst angesichts dieses Szenarios und bringt erneute Unsicherheit.

  2. Die Mieter*innen der Hasenheide 52/53, deren Vorkaufprüfungsfrist am 15.4.2021 ausläuft, sieht sich Java Immobilien gegenüber, deren Geschäftsführer Peyvand Jafari sich in einer Reihe mit modernen Projektentwicklern sieht. Diese „identifizieren die problematischen – aber vielversprechenden – Immobilien, kaufen sie gezielt an und machen sie anschließend investmentfähig“. Für Immobilien im Bestand erarbeitet seine CREO Group „neue Nutzungs- und Vermarktungskonzepte, und auch Mietverträge werden geprüft oder nachverhandelt, um die rechtlichen Rahmenbedingungen vollständig zu erfüllen und das Objekt kaufmännisch zu optimieren“ (ebda).

  3. Die Bewocon wirbt für ihren Neubau, Hasenheide 74-76B, mit 210 modernen Mietwohnungen, die sich keine Kiezbewohner*in leisten kann. In der Broschüre verkommt der Kiez zur Verkaufskulisse. Darin wird die Bergmannstraße mal eben schnell zum „Kudamm Kreuzbergs“ und die Prinzessinnengärten und Markthalle 9 gleich mitverkauft, auch wenn sie ganz woanders liegen.

  4. Die „Garden Lane 55“ im Hinterhof Hasenheide 55, erkennbar bis jetzt nur an der riesigen Schautafel im Vorgarten, soll Interessent*innen für „8 exklusive Eigentumswohnungen“ locken. Geworben wird wieder mit uns Kiezbewohner*innen: „Eingebettet von Graefekiez und Bergmannkiez“, bekannt „für bunte Kultur und ein Experimentierfeld für unterschiedliche Lebensmodelle“.

  5. Die Hasenheide 47, Spekulationsobjekt mit ca. 35 Wohnungen, zieht Majakit Berlin Grundstücks GmbH, Berlin seit 10 Jahren leer. David Fischer, Niederlassungsleiter bei einer der fünf großen Wohnungsunternehmen Grand City Property mischt kräftig mit. Das Haus wird aktiv dem Verfall preisgegeben. Eine Wohnung ist noch bewohnt im Vorderhaus, wohl wegen erneutem Druck vom Bezirksamt wurden die anderen von einem Bautrupp jetzt unbewohnbar gemacht. Dient die Zerstörung dem Umgehen der Mietpreisbremse, weil die Bauarbeiten zur Wiederherstellung jetzt Neubau-Maßstäbe erforderlich machen?

  6. Aus der bewohnten Hasenheide 71, ca. 12 Wohnungen, machte der neue Eigentümer Jakob Mähren 2019 „Wunderflats“ für 22.- €/qm. In einem Interview macht er keinen Hehl aus seiner Strategie, „in damals unbeliebten Berliner Kiezen wie Neukölln oder Friedrichshain Mehrfamilienhäuser zu kaufen. Inzwischen sind diese Lagen schicke Szeneviertel und die Immobilien ein Vielfaches wert“.
    Wegen der „Zweifel und Ängste“, die das volatile Börsengeschäft mit sich bringe, ist er „ins Immobiliengeschäft gewechselt“ (ebda). Die Ängste haben jetzt seine Mieter*innen.

  7. In der Hasenheide 67 wurden 2019 von der Accentro Real Estate AG die in Eigentum umgewandelten Wohnungen verkauft und 2018 dafür vorher noch schnell saniert. Schon bekannt aus dem Drama um Riemers Hofgarten, verkaufte die AG die vermieteten Wohnungen mit 4600.-/qm als Kapitalanlage.

Dossier zum Download als PDF-Datei
Fotos von der Demonstration HOUSUNG ACTION DAY am 27.03.2021


Bundes- und europaweiter HOUSING ACTION DAY am 27.03.20212021

Wie wollen wir leben? Gemeinsam für eine solidarische Stadt!

HAD 2021 Logo1Noch ist ein langer harter Winter im Zeichen der Pandemie, aber bald kommt der Frühling.
Zeit für Träume und Visionen, Zeit für Protest und Widerstand. Lasst uns gemeinsam kämpfen für eine solidarische Stadt: Macht mit beim Housing Action Day 2021 am 27. März!

Heraus aus der Krise

Eine würdevolle und sichere Wohnung ist die dritte Haut jedes Menschen und ein Grundbedürfnis. Während Menschen mit einer Wohnung zu Hause bleiben können, um solidarisch die Pandemie zu bekämpfen, können sich Wohnungslose auf der Straße und Geflüchtete in ihren Massenunterkünften kaum vor Corona schützen. Die häusliche Gewalt gegen Frauen nimmt zu. Während Immobilienkonzerne weiter hohe Renditen erzielen, müssen Mieter*innen in Kurzarbeit oder verlieren ihre Jobs ganz. Die schon zuvor zu hohen Mieten werden unbezahlbar.
Mega Deal verhindern!

Häuser in kommunalen Bestand übernehmen!

Steuerschlupflöcher konsequent schließen!

Disclaimer: Wir haben nach bestem Wissen und Gewissen recherchiert, aber letztlich ist unsere These, die wir aus unseren Rechercheergebnisse gezogen haben, eine Vermutung. Um unsere Thesenbildung transparent zu machen, legen wir unsere Quellen und Rechercheergebnisse offen.

Download: Quellen und Rechercheergebnisse zum vermuteten Akelius-Mega Deal

AkeliusVermutlich plant Akelius mit drei Schritten in einem Mega Deal mehrere tausende Wohnungen in Hamburg und Berlin zu verkaufen, flankiert von einer gewaltigen Steuervermeidung und der Abführung der Gewinne nach Kanada.

Schritt 1: Akelius verrechnet durch die Verschiebung von Häusern in GmbH & Co. KG’s Verluste mit Gewinnen und verbucht gleichzeitig steuersparend die „stillen Reserven“.

Schritt 2: Anschließend verkauft Akelius in einem Mega Deal diese Häuser, ohne vorherige weitere Investitionen oder Umwandlung in Eigentumswohnungen.

Schritt 3: Dadurch reduziert Akelius seinen Bestand in Berlin und Hamburg drastisch und expandiert mit den Gewinnen nach Nordamerika, vorrangig nach Kanada.
02.02.2021: Stellungnahme zur Klage von vier Berliner Wohnungsgenossenschaften gegen den Mietendeckel

als Mitglieder der Initiative "DIE GENOSSENSCHAFTER*INNEN" lehnen wir die gestern bekannt gewordene Klage von vier Berliner Genossenschaften gegen den Mietendeckel und deren Begründung ab.

Wir stellen fest, dass Herr Enzesberger nicht für "die Berliner Genossenschaften" spricht sondern für einen Marketingverband, dem etwa ein Drittel der Berliner Genossenschaften angehören.
25.01.2021 Pressemitteilung vom Bündnis gemeinsam gegen Obdachlosigkeit: Dritte Mahnwache gegen Obdachlosigkeit

Bei der nun schon dritten Mahnwache am Roten Rathaus am 29. und 30. Januar, genau 1 Jahr nach der Zählung, wollen wir auf die derzeitige Situation der scheinbar Vergessenen hinweisen und fordern angesichts der Covid19 Pandemie und des Mottos „Bleib Zuhause“, — „Gebt Zuhause“.

Safe the Date„Wir können nicht bis 2030 warten, bis die Obdachlosigkeit beendet werden soll. Jetzt ist die Pandemie und wieder wurde nur improvisiert um uns Menschen ohne Obdach über den Winter zu bringen“ sind die Worte eines Menschen, der derzeit kein eigenes Zuhause hat. Ganz besonders in diesem Jahr wollen wir als ein breites, immer noch wachsendes Bündnis gemeinsam gegen Obdachlosigkeit, bisher bestehend aus 29 diversen Initiativen, Gruppen, Organisationen und Bündnissen auf dieses unbequeme Thema aufmerksam machen, dass genau jetzt nicht nur ein Umdenken, sondern ein sofortiges Handeln gefordert ist.
WEM GEHÖRT KREUZBERG zur Besetzung der Habersaathstr. 46

Logo Leerstand hab ich saathAm 29.10.2020 wurden einige der seit Jahren leerstehenden Wohnungen in dem Spekulationsobjekt Block Habersaathstraße 40-48 in Berlin-Mitte von wohnungslosen Menschen besetzt.
(mehr auf dem Blog: lhis.uber.space)

Die Stadtteilinitiative WEM GEHÖRT KREUZBERG solidarisiert sich mit dieser Besetzung und verurteilt die Räumung aufs Schärfste.
29.10.2020 Pressemitteilung: Stay at home! — Obdachlose nehmen sich Wohnungen in Mitte

Heute haben sich wohnungs- und obdachlose Menschen mehrere Wohnungen in der Habersaathstraße 46 angeeignet. Solidarische Unterstützung erhalten sie von Mitarbeiter*innen von Sozialvereinen und mietenpolitisch Engagierten. Die Wohnungen in bester Lage standen seit mehreren Jahren leer.

Wohnen und Gesundheit sind Menschenrechte

Ein langer Winter steht vor der Tür und die Corona-Infektionszahlen steigen durch die Decke. Trotz massenhaften Leerstands in Berlin müssen weiterhin Menschen auf der Straße oder in überfüllten Unterkünften leben. Schutz vor Infektion oder Zugang zu medizinischer Versorgung sind so stark beeinträchtigt. Kälte, Nässe, Stress und Armut tun ihr Übriges.